Die Losungen

...und dazu eine Kurzandacht

Neuer Pfarrer

Jetzt ist er da - wir haben einen neuen Pfarrer!
Beim Empfang am 11. November wurde er von den Bürgermeistern Benitz und Ahlers, seinem katholischen Kollegen Pfr. Frische und Rainer Müller von der Vineyard-Gemeinde herzlich begrüßt. Die frohe und lockere Runde nutzten viele, um Pfarrer Breisacher, seine Frau und seine Tochter kennenzulernen und für ein erstes Gespräch.
Das schreibt er im Gemeindebrief über sich selbst und seine Ideen:

Quelle: Dekanat Karlsruhe Land

Liebe Gemeindeglieder in Staufen und Münstertal!

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich für die vielen guten Wünsche bedanken, die mich in den letzten Tagen erreicht haben. Immer wieder habe ich den Satz gehört: „Wir freuen uns, dass Sie da sind!“ Vielen Dank für dieses herzliche Willkommen!

Im Moment bin ich dabei, die Gemeinde kennen zu lernen. Neben dem üblichen Pflichtpro­gramm eines Pfarrers mit Gottes­diensten, Beerdigungen, Schule, Kindergarten, Kon­firmanden etc. sind das ganz viele Besuche und Gespräche. Ich habe verständ­licherweise mit den Kirchenältesten begonnen. Dann würde ich die Verantwort­lichen der einzelnen Gruppen und Kreise gerne näher kennen lernen. Und so weiter …

Ich freue mich sehr auf die gemein­same Zeit hier in Münstertal und Staufen. Die Vakanzzeit war außergewöhnlich lange. Das wurde auch bei meiner Einfüh­rung immer wieder betont. Und doch ist das Gemeindeleben in einer erstaunlich aktiven und engagierten Weise weiterge­gangen. Deshalb auch von meiner Seite ein ganz großes Kompliment an alle, die sich in dieser Zeit eingebracht haben! Ich würde mich freuen, wenn Sie sich jetzt nicht alle gemütlich zurück­lehnen, weil man ja jetzt wieder einen Pfarrer hat. Ich lade Sie vielmehr ein, dass wir gemeinsam unsere Gemeinde weiterbauen! –

Als junger Vikar hatte ich einmal ein lustiges Erlebnis: Es war Hochsommer. Ich stand in kurzen Hosen und mit einem bunten Hawaii-Hemd im Vorgarten des Pfarrhauses und jätete Unkraut. Kommt eine ältere Dame vorbei. Sie mustert mich eine Weile und meint dann: „Ich würde gerne Ihren Vater sprechen.“ Ich habe ihr dann voller Stolz erklärt, dass sie vermut­lich zu mir möchte …  

Merkwürdigerweise hat mich das in den letzten Jahren keiner mehr gefragt. Man wird eben älter. Staufen wird vermutlich meine letzte Gemeinde sein. Das heißt: Wir werden knapp zehn Jahre mitein­ander haben: Dann muss meine Frau und ich das Pfarrhaus wieder räumen für unseren Nach­folger. Aber neun, zehn Jahre sind auf der anderen Seite auch wieder eine lange Zeit. Und be­kannt­lich wird die Zeit umso wert­voller, wenn man nicht unbegrenzt davon hat. Beten wir dafür, dass es eine gute und erfüllte Zeit wird!

Was mir besonders am Herzen liegt, habe ich bereits in der Gemeindever­sammlung vor einem Jahr skizziert: Gottesdienste in ganz unterschiedlichen Formen: Gottesdienste nach der vielen von uns lieb gewordenen badischen Liturgie, aber auch Gottesdienste in freieren Formen und in vielfältiger Gestaltung, auch für unterschied­liche Altersgruppen.

Es ist mir wichtig, dass wir als Kirchengemeinde musikalisch möglichst breit aufge­stellt sind: Ich selber mag sehr die klassische Kirchenmusik, weil ich als Organist und Posaunenchor­bläser damit aufgewachsen bin. Aber ich bin genauso ein Fan von Gospelmusik. In unseren Gottesdiensten sollten neben den bekannten Chorälen möglichst regelmäßig die soge­nannten „Kirchentagslieder“ oder die modernen „Lobpreislieder“ vorkommen. Wichtig wäre mir eine gute Mischung – und ein gleichwer­tiges Nebeneinander.

Es ist mir wichtig, dass die Kirchen­gemeinde keine Ein-Mann-Show ist. Sondern ein gutes Miteinander von ganz unterschiedlichen Bega­bungen. Und es ist mir wichtig, dass wir immer wieder ganz be­wusst den Kontakt zu anderen Christen suchen – egal, welche Konfession, Prägung oder Geschichte sie haben.

Als Pfarrer ist es mir ein Anlie­gen, für diejenigen Gemeinde­glieder da zu sein, die schon immer dabei sind. Zugleich sollten wir aber immer auch einen Blick für diejenigen haben, die den Glauben noch nicht kennen oder der Kirche, aus welchen Gründen auch immer, den Rücken gekehrt haben. Zumin­dest einige von ihnen immer wieder neugierig zu machen, weshalb uns der Glaube so wichtig ist, das wäre mein großer Wunsch.

Quelle: Andreas Endmann
Gleichzeitig wollen wir uns als Kir­chengemeinde auf ganz unter­schiedliche Weise in unsere Gesell­schaft einbringen und unsere Werte und Überzeugungen dort vertreten. Und wir sollten gerade auch als Christen immer wieder an die gro­ßen globalen Herausforderungen erinnern: Klimawandel, Flucht­ursachen, Waffenhandel, der Kampf ums Wasser und so weiter. Beides gehört für mich untrennbar zusammen: Von meinem Glauben zu erzählen und in unserer komplex gewordenen Welt Verantwortung zu übernehmen.

Zunächst bin ich aber erst einmal da und möchte vor allem die Ge­meinde und möglichst viele Men­schen persönlich kennen lernen …

Erreichen können Sie mich am schnellsten per Mail: theo[dot]breisacher[at]ekistaufen[dot]de, aber selbstverständlich auch per Telefon über die Pfarr­amtsnummer: 07633 – 52 93. Wenn Sie mich nicht persönlich erreichen, können Sie gerne auf dem Anruf­beant­worter eine Nachricht hinterlassen. Ich rufe ich Sie dann gerne zurück, sobald es die Zeit zulässt. In ganz dringenden Notsituationen können Sie mich natürlich jederzeit auch im Pfarramt ansprechen. In der Regel ist aber am sinnvollsten, wir vereinbaren einen Termin für ein Gespräch oder einen Besuch bei Ihnen.

In diesem Sinne: Auf eine gute Zusammenarbeit!

Ihr Theo Breisacher