Die Losungen

...und dazu eine Kurzandacht

Gesucht - gefunden!

Nur wer bereit ist, sich in Bewegung zu setzen, kann geführt werden.

https://pixabay.com/de/die-drei-k%C3%B6nige-magier-mags-orient-160632/; Quelle: pixabay.com - OpenClipart-Vectors
Diese Woche musste ich bei einem Zitat von Corrie ten Boom schmunzeln:
Die originelle Evangelistin aus den Niederlanden, hat die Christen einmal so gesehen: Sie haben breite Hintern und große Ohren. Breite Hintern, weil sie immer nur sitzen, und große Ohren, weil sie immer nur hören.
 
Ist da etwas Wahres dran?
 
Ein gutes Vorbild waren die Menschen, um die es beim Monatsspruch für Dezember geht.
Die Geschichte kennen Sie sicher: als Jesus geboren war, kamen nicht nur die Hirten vom Feld, sondern auch Sternkundige aus dem Osten um ihn anzubeten.
Beim Nachdenken über diese Menschen werden mir einige Punkte deutlich:
  1. Sie haben sich auf den Weg gemacht
    Sie haben den neuen Stern gesehen und verstanden, dass etwas Großes geschehen ist. Sie sind aufgebrochen und haben eine weite Reise auf sich genommen, um den neu geborenen König der Juden zu sehen.
  2. Sie waren zielstrebig
    Logisch kombinierten Sie: Ein Königskind - da gehen wir am besten in die Hauptstadt. In Jerusalem erkundigen sie sich nach dem neuen Erdenbürger (wahrscheinlich waren sie überrascht, dass erstmal keiner davon wusste - stellen Sie sich nur die Regenbogenpresse bei einem solchen Ereignis heutzutage vor... )
  3. Sie ließen sich von anderen raten
    Ihre Nachfragen brachten sie auf die richtige Spur. Sie bogen ab nach Bethlehem, weil sie den Rat von anderen nicht nur erfragt, sondern auch beherzigt haben. - Warum wohl die führenden Priester und Schriftgelehrten nicht mitzogen, oder gar schon dort waren??
  4. Sie waren sich sicher
    Erneut geführt durch den vorausgehenden Stern (das erinnert mich irgendwie an Wolken- und Feuersäule zu Zeiten von Mose) finden sie letzlich das Kind und zögern nicht - trotz der ärmlichen Situation von Stall, Krippe, Stroh - mit Anbetung und wertvollen Geschenken. Sie erkennen in dem Kind den verheißenen König.
In diesem Zusammenhang heißt es dann "Als sie den Stern sahen, waren sie überglücklich" (Matth. 2, 10). Die Strapazen hatten sich gelohnt, das Ziel war erreicht, ihre Hoffnung hatte sich erfüllt.
 
Was können wir aus dieser Geschichte lernen? Es lohnt sich und macht Freude, Gottes Wege zu entdecken und zu gehen. Ich will neu bereit werden, mich führen zu lassen, auf die kleinen und großen Wegweiser Gottes achten und sie be-achten. Ich will vertrauen, dass Gottes Führung gut und auch eindeutig ist...
 
Übrigens waren die Sterndeuter auch nach diesem Großereignis sensibel, immer noch "führbar": im Traum bekamen sie die Weisung, nicht (wie vereinbart) wieder zu Herodes zurückzukehren; deshalb zogen sie auf einem anderen Weg wieder in ihr Land.
Hier geht die Geschichte dann weiter mit der Flucht von Maria und Josef mit Jesus - die möglich wurde durch die nächsten Wegweisungen Gottes und das Gold, das er durch die Ost-Pilger passgenau überbringen ließ. Eine spannende Geschichte, die Sie in den nächsten Wochen vielleicht einmal auf sich wirken lassen könnten!?
 
Ihr Matthias Vollrath