„Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen …“ Hebräer 12,1
Liebe Leserin, lieber Leser,
Im Internet wird ein Vorbild wie folgt beschrieben: ein Vorbild ist eine Person, die dich durch ihr Verhalten, ihre Werte oder ihre Erfolge inspiriert und als Orientierung für deine eigene Entwicklung dient.
In Hebräer 11, ein Kapitel vor unserem Vers, wird eine ganze Reihe von Glaubensvorbildern aus dem Alten Testament aufgeführt. Es sind viele und bestimmt könnte man die Namen derjenigen noch hinzufügen, die uns aus dem Neuen Testament oder auch aus der jüngeren Geschichte in den Sinn kommen. Diese Menschen waren nicht fehlerfrei, sie waren keine Übermenschen. Aber sie zeichneten sich dadurch aus, dass sie sich Gottes Schule überlassen konnten. In den Herausforderungen ihres Lebens setzten sie ihr ganzes Vertrauen auf Gottes Hilfe und seine Versorgung. Sie blieben Gott treu bis zum Schluss. Und deswegen bekamen sie von Gott ein Zeugnis ausgestellt (Hebräer 11,39). Gott bestätigte sozusagen mit diesem Zeugnis, dass ihr Glaube vorbildlich ist und zum Nachahmen einlädt.
`Wie Zuschauer im Stadion die Wettkämpfer anfeuern, so sind diese Zeugen des Glaubens Vorbilder für unseren Kampf` (Hebräer 12,1 nach der `Hoffnung für alle` Übersetzung). Ja, ich möchte mich wieder neu anfeuern lassen, ich möchte die Müdigkeit, `jede Bürde und die mich so leicht umstrickende Sünde‘ ganz bewusst wieder bei Jesus Christus ablegen und so gestärkt im Glauben weiter vorwärts gehen.
Jesus Christus ist unser größtes Vorbild. Von ihm heißt es im Neuen Testament in Offenbarung 1,5 und 3,14, dass er der `treue und wahrhaftige Zeuge ist`. Im Alten Testament in Psalm 89, 38 lesen wir, dass der `Zeuge in den Wolken treu ist`.
In unserem Vers kommt auch eine Wolke vor, sie ist groß und umgibt uns mitsamt den Zeugen. Tatsächlich ist in der Bibel oft von Wolken die Rede. Eine der bekanntesten Geschichten, in der eine Wolke zum Einsatz kommt finden wir im Alten Testament. Nachdem das Volk Israel aus Ägypten aufgebrochen war wurde es von Gott bei Tag in einer Wolkensäule geführt (2.Mose 13,21+22). Die Wolke war für das Volk Israel ein ständig sichtbares Zeichen seiner helfenden und schützenden Gegenwart. Im Neuen Testament lesen wir z.B. in Matthäus 17,5, dass Jesus und drei seiner Jünger von einer Wolke `umschattet‘ wurden und Gottes Stimme aus dieser Wolke hörbar bestätigt, dass Jesus sein geliebter Sohn ist.
Ich lade Sie ein, wenn besonders schöne große Wolken am Himmel zu sehen sind, sich daran zu erinnern wie viele Zeugen des Glaubens uns vorausgegangen sind und uns durch ihr Vorbild ermutigen im Glauben dran zu bleiben. Gott ist treu und er hilft.
I. Schumacher

